Digitalisierung

Digitalisierungsplattform civento auf dem Vormarsch

Im Bild v.l.n.r.: ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel, Dr. Udo Ornik (HZD-Abteilungsleiter), Joachim Kaiser (Direktor der HZD), Thomas Kaspar (Technischer Direktor der HZD) und ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke (Bild © HZD)

Bei den kommunalen Kunden der ekom21 ist civento schon seit längerem im Einsatz und bewährt. Ob es das Beantragen von Parkausweisen, Anmelden eines Hundes, die Einsichtnahme in laufende Ordnungswidrigkeiten inklusive dem Bezahlen von Bußgeldern oder An-, Ab- und Ummelden von Mülltonnen betrifft – die Prozessbibliothek von civento bietet derzeit mehr als 80 digitalisierte Prozesse.

Und nun wird civento die Digitalisierungsplattform der HZD, also des Landes Hessen, vervollständigen.

Gemeinsame Infrastruktur

Joachim Kaiser, Direktor der HZD, erklärt: „Das Onlinezugangsgesetz verlangt die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen und damit auch die Möglichkeit, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Anträge online stellen können. Dahinter liegen Verwaltungsprozesse auf der Ebene des Landes und der Kommunen. Als öffentliche IT-Dienstleister in Hessen ist es für HZD und ekom21 daher nur konsequent, gemeinsame Infrastrukturen und Lösungsbausteine zu nutzen“.

ekom21-Geschäftsführer Ulrich Künkel ergänzt: „Bei civento handelt es sich um eine Online-Antragskomponente, die sich bereits bei den Kommunen in der Praxis bestens bewährt hat. Ein großer Vorteil von civento liegt dabei darin, dass es den bundesweiten Standard FIM (Föderiertes Informationsmanagement) zur Geschäftsprozessmodellierung erfüllt. Wir freuen uns, dass die HZD diese Erfahrung nutzt und das Produkt civento in ihre Digitalisierungsplattform integriert“.

Bürgerfreundlich

civento ermöglicht es, die vom Bürger eingegebenen Daten automatisiert dem jeweiligen Fachverfahren zur Verfügung zu stellen. Dadurch entsteht ein durchgängiger Workflow von der Eingabe, zur Einspeisung in die Anwendung bis hin zur Abwicklung bzw. Bezahlung per elektronischem ePayment.

Dies ist bereits beim „Standesamtsportal“ realisiert worden. Das Land Hessen und die ekom21 waren bundesweit die Ersten, die für dieses komplette Handlungsfeld eine einheitliche Plattform in Betrieb genommen haben und damit die Anforderungen aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG) erfüllen. Dabei wird auch das Bürger- und Servicekonto des Landes Hessen genutzt, das bei der ekom21 gehostet wird.

So arbeitet die ekom21 permanent an der Entwicklung und Bereitstellung neuer Services innerhalb der Digitalisierungsplattform civento. Die digitalisierten Workflows werden in einer Prozessbibliothek zur Verfügung gestellt und können von den Kommunen, auch anderer Bundesländer, genutzt werden. Dieser Mitnutzungsgedanke soll die Entwicklung und den gegenseitigen Austausch von digitalisierten Prozessen forcieren – schließlich gilt es, mehr als 538 Verwaltungsleistungen bis zum Jahr 2022 online bereitzustellen.