Spezial

Wenn ein ganzes Rathaus umzieht

Markus Nemeth und Christian Faßbender vom IT-Services der ekom21 richten das Einwohnermeldeamt ein (v.l.n.r.)

Bestens organisiert

Schon früh morgens herrscht eifriges Treiben im und am Rathaus – inklusive der direkt angrenzenden Feuerwache, die ein Jahr Ausweichquartier für einen Teil der Stadtverwaltung war. Tatkräftige Helfer vom Bauhof rücken mit Fahrzeugen an, die vollgepackt mit Umzugskartons sind. Bedienstete tragen Ordner und Unterlagen die wenigen Schritte vom Feuerwehrhaus in ihre frisch renovierten Büros. ekom21-Mitarbeiter sorgen dafür, dass Rechner, Drucker, Monitore und sonstige Hardware ihren zukünftigen Einsatzort sicher erreichen und beginnen sogleich mit der Installation. Und dazwischen immer Björn Brede, Bürgermeister der Stadt Frankenau, der mit neugierigen Bürgern spricht, die fleißige Helferschaar aufmuntert und den Vertretern der örtlichen Presse Rede und Antwort steht.

„Der kurze Transportweg von der Feuerwehr ins Rathaus ist natürlich optimal und auch insgesamt waren wir für das Ausweichdomizil in direkter Nähe sehr dankbar. Aber jetzt sind wir doch glücklich, in unsere angestammten Räume zurückzuziehen“, erklärt Brede.

Einen etwas längeren Weg haben die Bediensteten der Stadtkasse und Finanzabteilung – sie waren während der Renovierungsphase in Räumlichkeiten einer Frankenauer Bank untergebracht. Insgesamt drei Fachbereiche mit 20 Vollzeit- sowie sechs Teilzeitstellen waren zeitweise ausquartiert, finden aber an diesem Oktobermorgen wieder zusammen.

Rundum sicher

Die nähere Betrachtung macht deutlich: Hier wurde funktional und ergonomisch geplant. Die Räume sind hell und modern eingerichtet. Glastüren sorgen für Licht im vormals dunklen Flur und die Arbeitsplätze lassen sich auf Knopfdruck in Stehpulte verwandeln. Stupides Sitzen gehört also der Vergangenheit an und kann durch rückenschonendes Stehen ersetzt werden. „Das ist Gesundheitsvorsorge für alle Mitarbeiter. Wir wollen jedem optimale Arbeitsbedingungen bieten“, betont der Bürgermeister.

Mehr noch: „Bei der kompletten Einrichtung haben wir besonderen Wert auf Datenschutz gelegt. Für den analogen Datenschutz sorgen wir und für den digitalen Datenschutz die ekom21“, unterstreicht Brede. Mit Unterstützung der ekom21 ist auch ein neuer Server-Raum entstanden – ebenfalls nach aktuellen Anforderungen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit konzipiert.

Hinzu kommt, dass Frankenau schon seit einigen Jahren „videma21“ nutzt, das virtuelle Desktop-Management der ekom21. Neben der Betreuung der Technik, der PC und Netzwerke vor Ort, bis hin zur Bereitstellung der Anwendungen im ekom21-Rechenzentrum, werden der Stadt damit auch umfangreiche IT-Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. „Wir sind mit diesem Rundum-sorglos-Paket sehr zufrieden und wissen, dass unsere Daten bei der ekom21 sicher sind“, so der Bürgermeister.

Stolz ist Brede auch auf die schnellere Anbindung der Verwaltung an das Internet: „Es wurde von acht auf 100 Megabit pro Sekunde umgestellt. Wir werden jetzt digital“.

Bürgermeister Björn Brede (2. von links) mit einem Teil der Bediensteten sowie den Helfern der ekom21

Weitere Pläne

Der kurze Rundgang führt am zukünftigen Einwohnermeldeamt vorbei. Dort sind Christian Faßbender, Markus Nemeth, Marcel Frank-Schreiber und Anton Schnar von der ekom21 gerade mit der Installation aller Gerätschaften fertig und richten nun die Stadtkasse und Finanzabteilung ein. Schnell aber sorgfältig „kämpfen“ sich die Experten vom IT-Services voran und sorgen dafür, dass jeder Raum technisch einsatzbereit ist.

Währenddessen erklärt Björn Brede: „Die Elektrik und Beleuchtungssysteme sind neu, teilweise wurden auch neue Leitungen gezogen. Auch den Schallschutz haben wir verbessert“. Aber Frankenau hat weitere Pläne: „Nächstes Frühjahr wird der Eingangsbereich barrierefrei gemacht. Und dann gehen wir die energetische Sanierung der Außenfassade an“, so Brede.

Frankenau hat also noch viel vor, aber wenn die Bürgerinnen und Bürger jetzt in ihr Rathaus kommen, empfängt sie nicht nur ein freundliches und modernes Ambiente, sondern auch eine nach wie vor sichere Informationstechnologie.